Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2007.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

Kathrin Beckh, Sabine Walper:
Entwicklungsverläufe in der Beziehungsrepräsentation Jugendlicher und deren Bezug zu mütterlichem Erziehungsverhalten
Developmental Pathways in Adolescents’ Representations of Their Relationship to Mother and Links to Mothers’ Parenting

2007, 129-146

Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit über die Adoleszenz hinweg differenzielle Entwicklungsverläufe in den Beziehungsrepräsentationen Jugendlicher hinsichtlich ihrer Beziehung zur Mutter beobachtbar sind und in welchem Maße unterstützendes Erziehungsverhalten der Mutter aus Sicht der Jugendlichen und der Mütter für diese Trajektorien prädiktiv ist. Die Daten stammen von 228 Jugendlichen, die zwischen 1996 und 2002 viermal schriftlich befragt wurden. Die Analysen betrachten Unsicherheiten in der Beziehung zur Mutter sowie eine distanziert-zurückweisende Haltung, wie sie in der Angst vor Vereinnahmung zum Ausdruck kommt. Für beide Merkmale ließen sich anhand semiparametrischer latenter Klassenanalysen differenzielle Entwicklungsverläufe ermitteln und durch das mütterliche Erziehungsverhalten, teilweise auch diskrepante Einschätzungen seitens der Jugendlichen und deren Mütter, vorhersagen. Die Befunde weisen darauf hin, dass trotz altersspezifischer Veränderungen interindividuelle Unterschiede über das gesamte Jugendalter hinweg weitgehend stabil sind.

Keywords: Mütterliches Erziehungsverhalten, Bindungsstil, Mutter-Kind-Beziehung, Individuation, Jugendalter

Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit über die Adoleszenz hinweg differenzielle Entwicklungsverläufe in den Beziehungsrepräsentationen Jugendlicher hinsichtlich ihrer Beziehung zur Mutter beobachtbar sind und in welchem Maße unterstützendes Erziehungsverhalten der Mutter aus Sicht der Jugendlichen und der Mütter für diese Trajektorien prädiktiv ist. Die Daten stammen von 228 Jugendlichen, die zwischen 1996 und 2002 viermal schriftlich befragt wurden. Die Analysen betrachten Unsicherheiten in der Beziehung zur Mutter sowie eine distanziert-zurückweisende Haltung, wie sie in der Angst vor Vereinnahmung zum Ausdruck kommt. Für beide Merkmale ließen sich anhand semiparametrischer latenter Klassenanalysen differenzielle Entwicklungsverläufe ermitteln und durch das mütterliche Erziehungsverhalten, teilweise auch diskrepante Einschätzungen seitens der Jugendlichen und deren Mütter, vorhersagen. Die Befunde weisen darauf hin, dass trotz altersspezifischer Veränderungen interindividuelle Unterschiede über das gesamte Jugendalter hinweg weitgehend stabil sind.

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