körper - tanz - bewegung

Zeitschrift für Körperpsychotherapie und Kreativtherapie

Herausgeber: Eberhard-Kaechele, Marianne / Geuter, Ulfried / Koemeda-Lutz, Margit / Röhricht, Frank / Trautmann-Voigt, Sabine

1. Auflage Heft 3, 2018.

€ [D] 23,00 / € [A] 23,00

DOI: 10.2378/ktb2018.art15d
Herbert Grassmann:
Fallstudie und Leitfaden einer körperorientierten Traumatherapie
Case Study and Guidelines of a Body-Oriented Trauma Therapy

2018, 109-117

Als KörperpsychotherapeutInnen sind wir gewohnt, psychologische Informationen immer auch im Kontext der Verkörperung zu betrachten. Viele TherapeutInnen gehen davon aus, dass ihre Aufgabe bei mangelndem Bezug zum Körper darin besteht, KlientInnen wieder in ihren Körper zu führen. Dabei besteht die Neigung, fast schon reflexartig „Und wie fühlt sich das in Ihrem Körper an?“ zu fragen. Was ist aber, wenn wir KlientInnen begegnen, die darauf keine Antwort haben? Insbesondere in der traumatherapeutischen Praxis tritt häufig die Frage auf, wie man mit KlientInnen arbeiten kann, die keinen (oder einen gestörten) Zugang zu ihrer Körperwahrnehmung haben. Wenn KlientInnen ihren Körper nicht spüren können, liegt es möglicherweise daran, dass dieser zu viel Stress und Desorganisation halten muss, um Empfindungen zuzulassen. Der Artikel zeigt mögliche Vorgehensweisen im Umgang mit fehlender körperlicher Resonanz, wie sie auch von Fogel (2013) in den „Grundprinzipien von Störungen verkörperter Selbstwahrnehmung“ beschrieben werden. Anhand einer Fallstudie soll ein Leitfaden einer körperorientierten Traumatherapie diskutiert werden.

Summary: As body psychotherapists, we are accustomed to looking at psychological information in the context of embodiment. Many therapists assume that if there is a lack of body awareness, their job is to bring clients back into their bodies. To this end, we tend to almost reflexively ask “And how does this feel in your body”? But what do we do about clients who have no answer? Especially in trauma therapeutic practice, the question often arises of how to work with clients who have no (or a disturbed) access to their bodily percep­tion. If clients can not feel their body, it may be because the body must contain too much stress and disorganization to allow perception. The article shows possible approaches for dealing with a lack of physical resonance, also described by Fogel (2013). On the basis of a case study, guidelines for a body-oriented trauma therapy will be discussed.

Keywords: body awareness, trauma, social engagement system, memory

Deutsch Abstract (dt.)



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht