Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 2, 2018.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

DOI: 10.2378/peu2018.art08d
Stefanie Krawinkel, Anna Südkamp, Sarah Lange, Sylvia M. Wolf, Heinrich Tröster:
Empirische Arbeit: Soziale Akzeptanz und Eigengruppenbevorzugung deutschsprachiger und türkischsprachiger Schülerinnen und Schüler
Social Acceptance and In-Group Bias Among German Speaking and Turkish Speaking Students

2018, 110-124

Auf Basis der Theorie sozialer Identität wurde in dieser Studie sowohl die soziale Akzeptanz deutsch- und türkischsprachiger Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen als auch die Bevorzugung von Peers der Eigengruppe bei der Wahl schulischer Sozialbeziehungen untersucht. Insgesamt bearbeiteten 296 deutschsprachige und 100 türkischsprachige Dritt- und Viertklässler sowie ihre Klassenkameraden einen Fragebogen mit soziometrischen Wahl- und Ablehnungsfragen. Türkischsprachige Kinder hatten einen geringeren Wahlstatus und einen höheren Ablehnungsstatus als deutschsprachige Kinder. Dieser Unterschied in den soziometrischen Positionen verschwand mit steigendem Anteil türkischsprachiger Kinder innerhalb der Klasse. Der Wahlstatus war sowohl für deutsch- als auch für türkischsprachige Kinder in der Eigengruppe höher als in der Fremdgruppe, der Ablehnungsstatus unterschied sich nicht signifikant zwischen der Eigen- und Fremdgruppe. Eine Eigengruppenbevorzugung bei der Abgabe soziometrischer Nennungen zeigten nur deutschsprachige Kinder.

Keywords: Soziale Akzeptanz, Peer-Beziehungen, Kinder mit Migrationshintergrund, Eigengruppenbevorzugung, soziale Identität

Auf Basis der Theorie sozialer Identität wurde in dieser Studie sowohl die soziale Akzeptanz deutsch- und türkischsprachiger Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen als auch die Bevorzugung von Peers der Eigengruppe bei der Wahl schulischer Sozialbeziehungen untersucht. Insgesamt bearbeiteten 296 deutschsprachige und 100 türkischsprachige Dritt- und Viertklässler sowie ihre Klassenkameraden einen Fragebogen mit soziometrischen Wahl- und Ablehnungsfragen. Türkischsprachige Kinder hatten einen geringeren Wahlstatus und einen höheren Ablehnungsstatus als deutschsprachige Kinder. Dieser Unterschied in den soziometrischen Positionen verschwand mit steigendem Anteil türkischsprachiger Kinder innerhalb der Klasse. Der Wahlstatus war sowohl für deutsch- als auch für türkischsprachige Kinder in der Eigengruppe höher als in der Fremdgruppe, der Ablehnungsstatus unterschied sich nicht signifikant zwischen der Eigen- und Fremdgruppe. Eine Eigengruppenbevorzugung bei der Abgabe soziometrischer Nennungen zeigten nur deutschsprachige Kinder.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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