Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)

Herausgeber: Hartmann, Erich / Herz, Birgit / Kuhl, Jan

1. Auflage Heft 4, 2017.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/vhn2017.art37d
Wolfgang Dworschak, Thomas Reiter:
Fachbeitrag: Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung im Heim
Children and Adolescents With Intellectual Disability in Residential Homes

2017, 325-339

Zur Situation von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung in Heimen liegen keine amtlichen Statistiken und nur rudimentäre Forschungsergebnisse vor. Ausgehend von dieser Forschungslücke werden anhand einer repräsentativen Stichprobe für Bayern (N = 1.629) empirische Daten zu Prävalenz und individuellen Merkmalen beschrieben. Rund 10 % der Kinder und Jugendlichen mit geistiger Behinderung in Bayern leben in einem Heim. Im Vergleich zu geistig behinderten Kindern und Jugendlichen, die in der Familie leben, sind Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung im Heim besonders durch ein höheres Alter, einen höheren Grad der Intelligenzminderung, zusätzliche körperliche Behinderungen, einen höheren Pflegebedarf, ein höheres Maß an Verhaltensstörungen und niedrigere expressive Sprachkompetenzen gekennzeichnet.

Keywords: Geistige Behinderung, Heim, Prävalenz, Kinder, Jugendliche

Zur Situation von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung in Heimen liegen keine amtlichen Statistiken und nur rudimentäre Forschungsergebnisse vor. Ausgehend von dieser Forschungslücke werden anhand einer repräsentativen Stichprobe für Bayern (N = 1.629) empirische Daten zu Prävalenz und individuellen Merkmalen beschrieben. Rund 10 % der Kinder und Jugendlichen mit geistiger Behinderung in Bayern leben in einem Heim. Im Vergleich zu geistig behinderten Kindern und Jugendlichen, die in der Familie leben, sind Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung im Heim besonders durch ein höheres Alter, einen höheren Grad der Intelligenzminderung, zusätzliche körperliche Behinderungen, einen höheren Pflegebedarf, ein höheres Maß an Verhaltensstörungen und niedrigere expressive Sprachkompetenzen gekennzeichnet.

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