körper - tanz - bewegung

Zeitschrift für Körperpsychotherapie und Kreativtherapie

Herausgeber: Eberhard-Kaechele, Marianne / Geuter, Ulfried / Koemeda-Lutz, Margit / Röhricht, Frank / Trautmann-Voigt, Sabine

1. Auflage Heft 1, 2017.

€ [D] 23,00 / € [A] 23,00

DOI: 10.2378/ktb2017.art03d
Angela von Arnim:
Das Recht auf ein Genital wie ein Partybrötchen
The Right to a Genital like a Bakery Bun

2017, 12-25

Genitale chirurgische Körpermodifikationen werden zurzeit als die neue Form der Körperpsychotherapie beworben, z.¿B. als Intervention, um Körperakzeptanz herzustellen, Scham zu mindern und das sexuelle Erleben zu optimieren; die Nachfrage steigt stetig. Ähnlich wie bei anderen Körpermodifikationen, wie zum Beispiel Tätowierungen und Piercings, stellen sie eine Körperattraktivierung dar und sind somit Ausdruck der Motivation, die eigene Persönlichkeit sichtbar werden zu lassen. Dabei gibt es deutliche Hinweise für Unterschiede von männlichen vs. weiblichen Genitalmodifikationen bei intimchirurgischen Eingriffen: Vergrößerung des „Gemächts“ vs. Reduzierung auf eine infantile „Partybrötchen“-Vulva. In diesem Beitrag werden bisherige Erkenntnisse zu diesem Thema erläutert, Verbindungen zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM / FGC: female genital mutilation /female genital cutting) dargelegt, auf Zusammenhänge zu Körperbildstörungen, Selbstoptimierungszwang und Bodyismus hingewiesen und Konsequenzen für die Körperpsychotherapie aufgezeigt.

Keywords: genitale Körpermodifikation, weibliche und männliche Intimchirurgie als postulierte Körperpsychotherapie, kosmetische weibliche Beschneidungsoperationen und weibliche Genitalverstümmelung, Körperbildstörungen, Selbstoptimierungszwang, Bodyismus und Körperpsychotherapie

Genitale chirurgische Körpermodifikationen werden zurzeit als die neue Form der Körperpsychotherapie beworben, z.¿B. als Intervention, um Körperakzeptanz herzustellen, Scham zu mindern und das sexuelle Erleben zu optimieren; die Nachfrage steigt stetig. Ähnlich wie bei anderen Körpermodifikationen, wie zum Beispiel Tätowierungen und Piercings, stellen sie eine Körperattraktivierung dar und sind somit Ausdruck der Motivation, die eigene Persönlichkeit sichtbar werden zu lassen. Dabei gibt es deutliche Hinweise für Unterschiede von männlichen vs. weiblichen Genitalmodifikationen bei intimchirurgischen Eingriffen: Vergrößerung des „Gemächts“ vs. Reduzierung auf eine infantile „Partybrötchen“-Vulva. In diesem Beitrag werden bisherige Erkenntnisse zu diesem Thema erläutert, Verbindungen zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM / FGC: female genital mutilation /female genital cutting) dargelegt, auf Zusammenhänge zu Körperbildstörungen, Selbstoptimierungszwang und Bodyismus hingewiesen und Konsequenzen für die Körperpsychotherapie aufgezeigt.

English Abstract (engl.)



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