Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 3, 2014.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

DOI: 10.2378/peu2014.art22d
Miriam Vock, Christiane Penk, Olaf Köller:
Wer überspringt eine Schulklasse?
Who Skips a Grade?

2014, 153-164

Diese Studie befasst sich mit der Frage, wie häufig, in welcher Form und von wem im deutschen Schulsystem die Möglichkeit zum Überspringen einer Klassenstufe genutzt wird. Die Datengrundlage bildet eine Stichprobe von N = 4103 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 – 10, die im Rahmen der Normierung der länderübergreifenden Bildungsstandards für Mathematik untersucht wurden. Für diese Schülerinnen und Schüler lagen Daten zur mathematischen Kompetenz (Bildungsstandardaufgaben) und zur Intelligenz (Subtests Wortanalogien und Figurenanalogien aus dem KFT 4 – 12 + R) vor. Anhand von Fragebögen konnten aus dieser Gruppe n = 33 (0,8 %) Schülerinnen und Schüler identifiziert werden, die in der bisherigen Schullaufbahn eine Klassenstufe übersprungen hatten. Diese Springerinnen und Springer sind überwiegend Jungen, sind bereits in den ersten Schuljahren gesprungen und im Mittel nur leicht überdurchschnittlich intelligent. Zum Befragungszeitpunkt besuchten 39 % kein Gymnasium und 34 % hatten nach dem Springen eine Klasse wiederholen müssen. Während die Schulnoten der Springerinnen und Springer durchschnittlich ausfallen, ist ihre mathematische Kompetenz überdurchschnittlich ausgeprägt.

Summary: This study examines how often and in which form students use the option of grade-skipping in Germany and what characterizes those students. The database was derived from a sample of N = 4,103 students (grades 8 – 10), who were tested within the standardisation process of the national educational standards in mathematics. For these students data existed on their ma-thematical competence (educational standard items) and intelligence (subtests word analogies and figural analogies of the KFT 4 –¿12¿+¿R). Furthermore, we identified n¿=¿33 (0,8 %) students by -questionnaire, who had already skipped one grade. Those accelerated students are predominantly boys, had skipped the grade during their first years at school and performed only slightly above-average on two cognitive ability scales. At the time the survey was conducted, 39¿% did not attend a Gymnasium and 34 % had to repeat one grade after having been accelerated. While they report average grades in relation to their peers, their mathematical competence is well above average.

Keywords: Acceleration, grade-skipping, whole-grade acceleration, giftedness, talent

Deutsch Abstract (dt.) | PDF Volltext



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