Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

Heft 3, 2013.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/fi2013.art10d
Claudia Freitag, Gudrun Schwarzer:
Die Wahrnehmung und Wiedererkennung von Gesichtern im Säuglings- und Kleinkindalter
Face processing in infancy and early childhood

2013, 160-168

Der vorliegende Artikel beschreibt die Entwicklung unterschiedlicher Aspekte der Gesichtsverarbeitung vom Säuglingsalter bis in die frühe Kindheit. Es wird dargestellt, welch beachtliche Fähigkeiten Säuglinge in der Verarbeitung von Gesichtern zeigen und wie sich die Wahrnehmung der Identität und des emotionalen Ausdrucks eines Gesichts über die ersten Lebensjahre ausdifferenziert. Anhand des Phänomens, dass Gesichter der eigenen Ethnie von Erwachsenen und Kindern ab dem ersten Lebensjahr besser wiedererkannt werden als Gesichter fremder Ethnien, wird die Bedeutung der tagtäglichen Erfahrung mit Gesichtern für die Entwicklung der Gesichtserkennung beschrieben. Störungen der Gesichtserkennung werden in Zusammenhang mit Hirnschädigungen, frühen visuellen Einschränkungen und im Rahmen anderer Grunderkrankungen dargestellt.

Summary: Face processing, visual recognition, configural processing, emotions

Keywords: The present article describes different aspects of the development of face processing within the first years of life. Beginning with the considerable face recognition abilities in infants we illustrate the processing of facial identity and facial emotional expressions in young children. Based on the finding that infants, children, and adults are better at recognizing faces of their own ethnicity compared to faces of other ethnicities, we highlight the role everyday experience with faces plays in the development of face recognition. Dysfunctional face recognition is discussed in the context of brain lesions, early visual deprivation, and in relation to other underlying diseases.

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