Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 3, 2011.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/fi2011.art11d
Ursula Felderhoff-Müser:
Langzeitergebnisse kleiner Frühgeborener im Überblick - Diagnostik, Interventionsmöglichkeiten und Konsequenzen für die Langzeitbetreuung
Overview on neurological development in prematurely born infants - diagnosis, possibilities of intervention and long-term care

2011, 137-143

Geburtshelfer und Neonatologen befassen sich in immer stärkerem Maße mit der Prävention bzw. der Möglichkeit der Reduzierung möglicher neurologischer Folgeschäden nach extremer Frühgeburtlichkeit. Entwicklungsstörungen des unreifen Gehirns hängen sehr stark vom Zeitpunkt, der Intensität und der Dauer der Einwirkung eines schädigenden Ereignisses ab. Das klinische Spektrum reicht von kognitiven und motorischen Störungen, visueller und akustischer Beeinträchtigung bis hin zu Verhaltens-auffälligkeiten und psychiatrischen Erkrankungen, die oft erst im Schulalter erkannt werden. Durch verbesserte intensivmedizinische Maßnahmen sind die Überlebensraten kleiner Frühgeborener stark angestiegen. Neuere Studien zeigen einen Rückgang schwerer motorischer Beeinträchtigungen, was jedoch nicht für die kognitive Entwicklung gilt. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Risiken und Formen möglicher neurologischer Folgeschäden, die derzeit zur Verfügung stehenden prognostischen Möglichkeiten, die notwendige medizinische und soziale Nachsorge sowie mögliche Interventionen.

Keywords: Frühgeborene, Langzeitergebnisse, Follow-Up-Studien, Entwicklungsprädiktoren

Geburtshelfer und Neonatologen befassen sich in immer stärkerem Maße mit der Prävention bzw. der Möglichkeit der Reduzierung möglicher neurologischer Folgeschäden nach extremer Frühgeburtlichkeit. Entwicklungsstörungen des unreifen Gehirns hängen sehr stark vom Zeitpunkt, der Intensität und der Dauer der Einwirkung eines schädigenden Ereignisses ab. Das klinische Spektrum reicht von kognitiven und motorischen Störungen, visueller und akustischer Beeinträchtigung bis hin zu Verhaltens-auffälligkeiten und psychiatrischen Erkrankungen, die oft erst im Schulalter erkannt werden. Durch verbesserte intensivmedizinische Maßnahmen sind die Überlebensraten kleiner Frühgeborener stark angestiegen. Neuere Studien zeigen einen Rückgang schwerer motorischer Beeinträchtigungen, was jedoch nicht für die kognitive Entwicklung gilt. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Risiken und Formen möglicher neurologischer Folgeschäden, die derzeit zur Verfügung stehenden prognostischen Möglichkeiten, die notwendige medizinische und soziale Nachsorge sowie mögliche Interventionen.

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