Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 3, 2011.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/fi2011.art10d
Claus Schott, Natalie Broghammer, Christian Poets:
Fortschritte in der Neonatologie - vom Sicherstellen des Überlebens hin zu einer guten Lebensqualität
Progress in Neonatology: From survival to quality of life

2011, 128-136

In den letzten 20 Jahren ist es zu enormen Fortschritten in der Neonatologie gekommen. Waren diese anfangs vor allem durch pharmakologischen und technischen Fortschritt bestimmt, betreffen sie dies in letzter Zeit auch die zunehmende Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse der Frühgeborenen und ihrer Familien. Der technische Wandel zeigt sich nicht nur in immer schonenderen Verfahren zur Atemunterstützung o. Ä., sondern auch in immer mehr Möglichkeiten der nicht invasiven Messverfahren zur Langzeitüberwachung. Die früher häufig angewandte protokoll-basierte Pflege wird im klinischen Alltag zunehmend durch eine individualisierte und entwicklungsfördernde Pflege (NIDCAP) unterstützt und ersetzt. Neuere Beobachtungsverfahren, in denen die Signale der Frühgeborenen mehr beachtet und verstanden werden, halten im klinischen Alltag z. B. als Schmerzscores zur besseren Beurteilung der Schmerzen von Frühgeborenen Einzug und helfen bei deren Vermeidung und Therapie. Zusammen mit immer umfassenderen Nachsorgeprogrammen verhelfen diese Maßnahmen den Frühgeborenen und ihren Familien zu einer verbesserten Lebensqualität im späteren Leben im Anschluss an den stationären Aufenthalt.

Keywords: Frühgeborenes, Schmerz, entwicklungsfördernde Pflege, NIDCAP, Nachsorge

In den letzten 20 Jahren ist es zu enormen Fortschritten in der Neonatologie gekommen. Waren diese anfangs vor allem durch pharmakologischen und technischen Fortschritt bestimmt, betreffen sie dies in letzter Zeit auch die zunehmende Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse der Frühgeborenen und ihrer Familien. Der technische Wandel zeigt sich nicht nur in immer schonenderen Verfahren zur Atemunterstützung o. Ä., sondern auch in immer mehr Möglichkeiten der nicht invasiven Messverfahren zur Langzeitüberwachung. Die früher häufig angewandte protokoll-basierte Pflege wird im klinischen Alltag zunehmend durch eine individualisierte und entwicklungsfördernde Pflege (NIDCAP) unterstützt und ersetzt. Neuere Beobachtungsverfahren, in denen die Signale der Frühgeborenen mehr beachtet und verstanden werden, halten im klinischen Alltag z. B. als Schmerzscores zur besseren Beurteilung der Schmerzen von Frühgeborenen Einzug und helfen bei deren Vermeidung und Therapie. Zusammen mit immer umfassenderen Nachsorgeprogrammen verhelfen diese Maßnahmen den Frühgeborenen und ihren Familien zu einer verbesserten Lebensqualität im späteren Leben im Anschluss an den stationären Aufenthalt.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht