Frühförderung interdisziplinär

Zeitschrift für Frühe Hilfen und frühe Förderung benachteiligter, entwicklungsauffälliger und behinderter Kinder

Herausgeber: Speck, Otto / Hollmann, Helmut / Peterander, Franz / Simoni, Heidi / Walthes, Renate

1. Auflage Heft 2, 2011.

€ [D] 28,00 / € [A] 28,00

DOI: 10.2378/fi2011.art07d
Manfred Hintermair, Lena Krieger, Toni Mayr:
Entwicklungsförderliche Kompetenzen hörgeschädigter Kinder im Vorschulalter
Beneficial competences for development of deaf and hard of hearing preschool aged children

2011, 82-95

An einer Stichprobe von 112 hörgeschädigten Kindern im Vorschulalter wurde der Einschätzbogen "Positive Entwicklung und Resilienz in Kindertageseinrichtungen (PERIK)" erprobt. Es zeigt sich, dass das Verfahren auch bei dieser Zielgruppe verlässliche und valide Informationen für eine Entwicklungsbegleitung bereitstellt. Der Vergleich hörgeschädigter Kinder mit hörenden Kindern aus der Normierungsstichprobe ergab, dass hörgeschädigte Kinder in speziellen Hörgeschädigtenkindergärten in vielen Kompetenzbereichen geringere Werte erzielen als hörgeschädigte Kinder in Regelkindergärten und die hörenden Kinder der Normstichprobe. Es zeigten sich weiter geschlechtsspezifische Unterschiede sowie der kritische Stellenwert einer Zusatzbehinderung für die Kompetenzentwicklung. Die kommunikative Kompetenz der hörgeschädigten Kinder unabhängig von der sprachlichen Modalität erwies sich ebenfalls als bedeutsam für die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Einschränkungen der Studie sowie weiterführende Ideen werden diskutiert.

Keywords: Resilienz, Kompetenzen, Kindergarten, Hörschädigung

An einer Stichprobe von 112 hörgeschädigten Kindern im Vorschulalter wurde der Einschätzbogen "Positive Entwicklung und Resilienz in Kindertageseinrichtungen (PERIK)" erprobt. Es zeigt sich, dass das Verfahren auch bei dieser Zielgruppe verlässliche und valide Informationen für eine Entwicklungsbegleitung bereitstellt. Der Vergleich hörgeschädigter Kinder mit hörenden Kindern aus der Normierungsstichprobe ergab, dass hörgeschädigte Kinder in speziellen Hörgeschädigtenkindergärten in vielen Kompetenzbereichen geringere Werte erzielen als hörgeschädigte Kinder in Regelkindergärten und die hörenden Kinder der Normstichprobe. Es zeigten sich weiter geschlechtsspezifische Unterschiede sowie der kritische Stellenwert einer Zusatzbehinderung für die Kompetenzentwicklung. Die kommunikative Kompetenz der hörgeschädigten Kinder unabhängig von der sprachlichen Modalität erwies sich ebenfalls als bedeutsam für die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Einschränkungen der Studie sowie weiterführende Ideen werden diskutiert.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



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