Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2009.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

Elke Wild, Judith Gerber:
Lernlust statt Lernfrust - Evaluation eines Elterntrainings zur Verringerung von Hausaufgabenkonflikten bei Schülern mit Lernschwierigkeiten
"Lernlust statt Lernfrust" - Evaluating a Parental Training to Reduce Conflicts Concerning Homework of Students with Learning Difficulties

2009, 303-318

In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse zur Akzeptanz und Wirksamkeit eines Trainings vorgestellt, das sich an Eltern richtet, deren Kinder Lernschwierigkeiten in Mathematik aufweisen und deren häusliche Lernsituation sich hoch konfliktär gestaltet. Die -Trainingskonzeption sieht eine Reflektion handlungsleitender Kognitionen, eine Veränderung lehr-lern-bezogener Einstellungen und Verhaltensweisen sowie eine Sensibilisierung für Emotionsregulationskompetenzen vor. In der Evaluationsstudie mit Prä-Post-Follow-up-Kontrollgruppendesign wurden Daten von insgesamt 65 Müttern berücksichtigt. 33 Mutter-Kind-Dyaden wurden einer Präsenz – bzw. einer autodidaktischen Trainingsgruppe zugewiesen, die 32 Mütter der Kontrollgruppe nahmen an einer zeitgleich laufenden Längsschnittstudie teil. Im Ergebnis zeigen sich eine hohe Trainingszufriedenheit, eine deutliche Reduktion der Hausaufgabenkonflikte und eine Steigerung des mütterlichen Kompetenzerlebens. Im Vergleich zur Kontrollgruppe realisieren trainierte Mütter auch häufiger eine autonomieunterstützende Hilfe und zeigen weniger kontraproduktive Verhaltensweisen. Marginale Unterschiede in der Wirksamkeit beider Trainingsvarianten deuten auf das Potenzial psychoedukativer Informationsangebote hin.

Keywords: Elterntraining, häusliches Lernen, Evaluation

In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse zur Akzeptanz und Wirksamkeit eines Trainings vorgestellt, das sich an Eltern richtet, deren Kinder Lernschwierigkeiten in Mathematik aufweisen und deren häusliche Lernsituation sich hoch konfliktär gestaltet. Die -Trainingskonzeption sieht eine Reflektion handlungsleitender Kognitionen, eine Veränderung lehr-lern-bezogener Einstellungen und Verhaltensweisen sowie eine Sensibilisierung für Emotionsregulationskompetenzen vor. In der Evaluationsstudie mit Prä-Post-Follow-up-Kontrollgruppendesign wurden Daten von insgesamt 65 Müttern berücksichtigt. 33 Mutter-Kind-Dyaden wurden einer Präsenz – bzw. einer autodidaktischen Trainingsgruppe zugewiesen, die 32 Mütter der Kontrollgruppe nahmen an einer zeitgleich laufenden Längsschnittstudie teil. Im Ergebnis zeigen sich eine hohe Trainingszufriedenheit, eine deutliche Reduktion der Hausaufgabenkonflikte und eine Steigerung des mütterlichen Kompetenzerlebens. Im Vergleich zur Kontrollgruppe realisieren trainierte Mütter auch häufiger eine autonomieunterstützende Hilfe und zeigen weniger kontraproduktive Verhaltensweisen. Marginale Unterschiede in der Wirksamkeit beider Trainingsvarianten deuten auf das Potenzial psychoedukativer Informationsangebote hin.

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