Psychologie in Erziehung und Unterricht

Zeitschrift für Forschung und Praxis

Herausgeber: Köller, Olaf / Lewalter, Doris / Saalbach, Henrik / Walper, Sabine

1. Auflage Heft 4, 2008.

€ [D] 55,00 / € [A] 55,00

Barbara Otto, Franziska Perels, Bernhard Schmitz:
Zum Zusammenhang des Elternverhaltens mit dem selbstregulierten Lernen von Grundschülern
The Correlation of Parental Behavior with the Self-Regulative Learning of Elementary School Students

2008, 288-300

Aufbauend auf Befunden zum Einfluss von Elternverhalten auf die schulische Leis-tung von Kindern war es Zielsetzung dieser Studie, den Zusammenhang zwischen schulbezogenen Elternvariablen sowohl mit dem selbstregulierten Lernen als auch mit der Lernleistung von Grundschülern zu untersuchen. An der Studie nahmen 179 Schüler der vierten Jahrgangsstufe mit ihren Eltern teil. Zur Erfassung des Lernverhaltens sowie der Wahrnehmung der schulbezogenen Elternvariablen wurde ein Schülerfragebogen eingesetzt. Zur Erfassung schulischer Leistungen bearbeiteten alle Schüler darüber hinaus einen Leistungstest zum mathematischen Problemlösen. Aufseiten der Eltern wurde zur Selbsteinschätzung der schulbezogenen Variablen ebenfalls ein Fragebogen eingesetzt. Schüler- und Elternfragebogen waren bezogen auf die zu erfassenden Elternvariablen parallelisiert. Mit Hilfe von Korrelations- und Regressionsanalysen wurden sowohl der Zusammenhang zwischen Eltern- und Schülervariablen als auch der berichtete Einfluss der familiären Lernsituation auf das -Lernverhalten der Schüler ermittelt. Die parallelisierte Erfassung der Elternvariablen auf Schüler- und Elternebene ermöglichte die genannten Analysen hinsichtlich Fremd- und Selbstwahrnehmung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Modellverhalten der Eltern entgegen der Erwartungen keinen signifikan-ten Zusammenhang zu den Schülervariablen aufweist, während vor allem die Beziehungsqualität als bedeutsamer Prädiktor für das Lernverhalten und die Leistung der Schüler angesehen werden kann.

Keywords: Eltern, Selbstregulation, selbstreguliertes Lernen, mathematisches -Problemlösen, Grundschule

Aufbauend auf Befunden zum Einfluss von Elternverhalten auf die schulische Leis-tung von Kindern war es Zielsetzung dieser Studie, den Zusammenhang zwischen schulbezogenen Elternvariablen sowohl mit dem selbstregulierten Lernen als auch mit der Lernleistung von Grundschülern zu untersuchen. An der Studie nahmen 179 Schüler der vierten Jahrgangsstufe mit ihren Eltern teil. Zur Erfassung des Lernverhaltens sowie der Wahrnehmung der schulbezogenen Elternvariablen wurde ein Schülerfragebogen eingesetzt. Zur Erfassung schulischer Leistungen bearbeiteten alle Schüler darüber hinaus einen Leistungstest zum mathematischen Problemlösen. Aufseiten der Eltern wurde zur Selbsteinschätzung der schulbezogenen Variablen ebenfalls ein Fragebogen eingesetzt. Schüler- und Elternfragebogen waren bezogen auf die zu erfassenden Elternvariablen parallelisiert. Mit Hilfe von Korrelations- und Regressionsanalysen wurden sowohl der Zusammenhang zwischen Eltern- und Schülervariablen als auch der berichtete Einfluss der familiären Lernsituation auf das -Lernverhalten der Schüler ermittelt. Die parallelisierte Erfassung der Elternvariablen auf Schüler- und Elternebene ermöglichte die genannten Analysen hinsichtlich Fremd- und Selbstwahrnehmung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Modellverhalten der Eltern entgegen der Erwartungen keinen signifikan-ten Zusammenhang zu den Schülervariablen aufweist, während vor allem die Beziehungsqualität als bedeutsamer Prädiktor für das Lernverhalten und die Leistung der Schüler angesehen werden kann.

English Abstract (engl.) | PDF Volltext



nach obennach oben | zurückzurück zur Übersicht